Eine neue bundesweite Umfrage nimmt die Lebens- und Pflegesituation von LSBTIQ+ Menschen und Menschen mit HIV in den Blick.
Gestartet wurde sie von der Bundesfachstelle Pflege und Alter(n) von LSBTIQ und Menschen mit HIV* (BISS e. V.), um herauszufinden: Wie erleben queere Menschen Pflege? Welche Ängste und Hürden gibt es – und welche Unterstützung wird wirklich gebraucht?
Warum die Umfrage wichtig ist
Viele queere Menschen setzen sich erst spät mit dem Thema Pflege auseinander. Gründe sind häufig:
- Angst vor Diskriminierung im Pflegesystem
- Sorge vor dem Verlust von Selbstbestimmung
- fehlende passende Angebote
Kommt es dann überraschend zu Pflegebedarf, sind Betroffene und ihre An- und Zugehörigen oft stark belastet.
Die Ergebnisse der Umfrage sollen helfen, gezielte Angebote zu entwickeln. Geplant ist unter anderem ein Lots*innenprogramm, das bei der Orientierung im Pflegesystem unterstützt, Ängste abbaut und queer-sensible Strukturen sichtbarer macht.
Wer kann teilnehmen?
Die Umfrage richtet sich sowohl an pflegebedürftige Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter* und queere Menschen als auch an pflegebedürftige Menschen mit HIV sowie an deren pflegende An- und Zugehörige, wie Partner*innen, Wahlfamilien, Freund*innen. Auch Pflegefachkräfte sind angesprochen, die die Befragung gemeinsam mit ihren Klient*innen ausfüllen möchten.
Die Teilnahme ist anonym, dauert etwa 30 Minuten und ist bis Mitte Juni 2026 möglich.
Hier geht es direkt zur Umfrage.

