Entlastungsbetrag 2023 noch bis Ende Juni nutzen!

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Entlastungsbetrag nicht verfallen lassen.

Der Entlastungsbetrag ist eine Leistung der Pflegeversicherung und steht allen Pflegebedürftigen, die zu Hause leben und betreut werden, ab Pflegegrad 1 mit bis zu 125 Euro/monatlich zusätzlich zur Verfügung. Häufig wissen die versicherten Pflegebedürftigen oder auch ihre Angehörigen gar nicht, dass es diese Leistung zur Entlastung im Pflegealltag gibt und wie sie genutzt werden kann.

Das Besondere an dieser Leistung: Wurde sie bis zum Ende eines Kalenderjahres nicht in Anspruch genommen, kann sie noch bis zum 30. Juni des Folgejahres genutzt werden. Die AWO Pflegeberatung empfiehlt daher: Sollten Sie Ihren Entlastungsbetrag aus dem Jahr 2023 noch nicht verbraucht haben, können Sie diesen durch weitere Unterstützungsmöglichkeiten in Ihrer Häuslichkeit noch bis zum 30. Juni 2024 nutzen. Danach verfällt der Anspruch aus dem Jahr 2023.

Was steht Ihnen zu?

Die Pflegeversicherung stellt Ihnen als pflegebedürftige Person monatlich einen Entlastungsbetrag in Höhe von maximal 125 Euro/ monatlich (insgesamt bis zu 1.500 Euro im Jahr) zur Verfügung. Das Geld wird nicht ausgezahlt, sondern dient der Erstattung von zweckgebundenen Angeboten zu Ihrer Betreuung sowie der Entlastung Ihrer pflegenden Angehörigen oder Nahestehenden.

Alle Angebote zur Unterstützung und Entlastung im Alltag müssen nach dem jeweiligen Landesrecht anerkannt sein und von zugelassenen Anbietern erbracht werden.

Beispiele für Angebote, die erstattet werden:

  • Niedrigschwellige Betreuungsleistungen (wie Betreuungsgruppen für Demenzkranke)
  • Familienentlastende Dienste (wie Assistenzdienste)
  • Hauswirtschaftsdienste
  • Alltagsbegleitung (wie Nachbarschaftshilfen)
  • Ambulante Pflege- und Betreuungsdienste (wie stundenweise Einzelbetreuung, Begleitung und Hauswirtschaft)

Im Pflegegrad 1 kann der Entlastungsbetrag auch für Leistungen zugelassener ambulanter Pflegedienste im Bereich der körperbezogenen Versorgung (wie Hilfe beim Duschen, Waschen oder Inkontinenzversorgung) eingesetzt werden.

In den Pflegegraden 2 bis 5 kann der Entlastungsbetrag auch zur Bezuschussung des Eigenanteils bei Tages-, Nacht-, Verhinderungs- und Kurzzeitpflege verwendet werden.

Was müssen Sie tun?

Ein Anspruch auf den Entlastungsbetrag besteht automatisch, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind. Als pflegebedürftige Person müssen Sie die Kosten für die Dienstleistung zunächst selbst tragen, es sei denn, es besteht eine Abtretungserklärung mit dem jeweiligen Dienstleister. Dieser rechnet dann direkt mit der Pflegekasse ab. Ansonsten sind die entsprechenden Belege bei der Pflegekasse einzureichen. Diese werden bis zur maximalen Höhe des Entlastungsbetrages erstattet.

Weitere Tipps: Sie wissen nicht, wie viel Geld Ihnen aus dem Entlastungsbetrag noch zur Verfügung steht? Fragen Sie bei Ihrer Pflegekasse nach.

Die Online-Pflegeberatung https://awo-pflegeberatung.de/online-beratung/ unterstützt Sie bei der Suche nach Anbietern in Ihrer Region.

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