Die Verbraucherzentrale warnt

Foto von Mateus Andre auf Freepik zeigt, Einmalhandschuhe, Mundschutz und Desinfektionsflasche.

Das Geschäft mit den Pflegehilfsmitteln.

Aus aktuellem Anlass wird auf eine Verbraucherwarnung zum Thema Pflegehilfsmittelboxen hingewiesen. Bei der Verbraucherzentrale gehen immer mehr Beschwerden ein, dass Verbraucher*innen telefonisch Verträge für sogenannte kostenlose Pflegehilfsmittelboxen angeboten wurden. Pflegehilfsmittel zum eigenen Verbrauch werden monatlich bis zu 40 Euro von den Pflegekassen übernommen, sofern die Antragstellenden einen Pflegegrad haben. Bei Ablehnung der Pflegekasse, können Verbraucher*innen auf den Kosten sitzenbleiben.

Wovor warnt die Verbraucherzentrale?

Verbraucher*innen berichten, dass sie telefonisch kontaktiert und gezielt nach ihrer Pflegebedürftigkeit und ihrem Pflegegrad gefragt wurden. Die Anrufer*innen geben sich oft als Mitarbeiter*innen von Krankenkassen oder des Medizinischen Dienstes aus und bewerben sogenannte Pflegehilfsmittelboxen. Diese Boxen enthalten Produkte wie Einmalhandschuhe, Betteinlagen oder medizinische Einmalmasken. Die Verbraucher*innen sollen anschließend ein monatliches Abonnement für eine sogenannte Pflegehilfsmittelbox abschließen. In der Vergangenheit waren in diesem Bereich auch unseriöse Anbieter tätig.

Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass die Pflegehilfsmittel zum eigenen Verbrauch nur den Versicherten oder An- und Zugehörigen für die häusliche Pflege zustehen. Eine Abgabe an Dritte, insbesondere an Pflegedienste oder Einrichtungen der Tagespflege, ist nicht zulässig. Sollten die entsprechenden Dienstleister diesbezügliche Abtretungserklärungen von den pflegebedürftigen Personen fordern, so haben diese keine Gültigkeit.

Weitere Informationen und was Sie tun können, finden Sie auf der Website der Verbraucherzentrale Berlin

Wichtig: Am 1. Juli 2024 traten Vertragsänderungen zwischen dem Spitzenverband der gesetzlichen Pflegekasse (GKV-SV) und den Leistungserbringern in Kraft. So dürfen Pflegebedürftige nicht mehr telefonisch kontaktiert werden, um sogenannte kostenlose Pflegehilfsmittel zum täglichen Verbrauch zu vertreiben oder zu bewerben. Der Erstkontakt muss immer von den Versicherten ausgehen. Auch die Bewerbung und der Vertrieb von "voreingestellten Boxen" ist nicht mehr zulässig.

Weitere Informationen finden Sie beim GKV Spitzenverband

Kontaktieren Sie uns:

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